Digitaler Vertrieb

Google Unternehmensprofil einrichten und optimieren: So findet dich deine Region

Das Google Unternehmensprofil, früher Google My Business, ist der kostenlose Eintrag deines Betriebs in der Google-Suche und in Google Maps. Sucht jemand „Elektriker in der Nähe“ oder „Steuerberater Darmstadt“, zeigt Google oft zuerst eine Karte mit wenigen Profilen, noch vor den normalen Suchergebnissen. Wer dort mit vollständigen Angaben, echten Fotos und guten Bewertungen steht, bekommt den Anruf. Dieser Artikel zeigt, wie du das Profil einrichtest, was Google für die Reihenfolge nutzt und wie Profil und Website zusammen Anfragen bringen.

Blaupausen-Zeichnung: links ein kleines Ladengeschäft mit Markise und offener Tür, in der Mitte eine gefaltete Landkarte mit orangem Standort-Pin, rechts ein Smartphone mit Profilkarte, fünf orangen Sternen und einem Telefonhörer
Das Wichtigste in Kürze
  • Das Google Unternehmensprofil ist der kostenlose Eintrag deines Betriebs in Google-Suche und Google Maps, früher hieß es Google My Business.
  • Für die Reihenfolge in der lokalen Suche nennt Google drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Kaufen lässt sich ein besserer Platz nicht.
  • Name genau wie außerhalb von Google, ohne Orte oder Werbezusätze. Wer zum Kunden fährt, legt ein Einzugsgebiet fest und blendet die Adresse aus.
  • Vollständige Angaben, echte Fotos, Antworten auf Bewertungen und regelmäßige Beiträge sind die Hebel, die du selbst in der Hand hast.
  • Das Profil bringt den ersten Klick, die Website entscheidet über die Anfrage. Beide sollten dieselben Leistungen, Orte und Kontaktdaten nennen.

Was ist das Google Unternehmensprofil?

Das Google Unternehmensprofil ist der kostenlose Eintrag deines Betriebs bei Google. Es erscheint in der Google-Suche, in Google Maps und in der Karte, die Google bei Suchen mit Ortsbezug einblendet. Darin stehen Name, Leistungen, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Website, Fotos und die Bewertungen deiner Kunden. Früher hieß der Dienst Google My Business, viele suchen ihn heute noch unter diesem Namen.

Für Handwerker, Praxen, Kanzleien, Beratungen und Läden ist das Profil oft der erste Kontakt mit einem neuen Kunden. Wer „Fliesenleger Bensheim“ oder „Elektriker in der Nähe“ sucht, ruft häufig direkt aus der Karte an, ohne die Website überhaupt zu öffnen.

Das Problem: Wer nicht in der Karte steht, wird nicht angerufen

Viele Betriebe haben ein Profil, aber es wurde einmal angelegt und dann vergessen. Die Folgen merkt man nicht sofort, sie kosten aber jede Woche Anfragen:

  • Du tauchst in der Karte nicht auf: Google zeigt dort nur wenige Betriebe. Wer fehlt, ist für schnelle Sucher unsichtbar, auch wenn er fachlich der beste wäre.
  • Falsche oder alte Angaben: Geänderte Öffnungszeiten, eine alte Telefonnummer oder ein Link auf eine Seite, die es nicht mehr gibt. Der Kunde ruft einmal an und dann beim Nächsten.
  • Keine Fotos, keine Bewertungen: Ein leeres Profil neben einem mit 40 Bewertungen und Bildern von echten Projekten verliert den Vergleich, bevor er beginnt.
  • Fremde ändern dein Profil: Nutzer können Änderungen vorschlagen. Wer sein Profil nicht bestätigt hat und nicht hineinschaut, merkt nicht, wenn sich Angaben ändern.

Wie Google die Reihenfolge festlegt

Google nennt für die lokale Suche drei Faktoren. Die genaue Gewichtung hält Google geheim. Klar ist aber: Ein besseres Ranking lässt sich laut Google nicht kaufen, auch nicht über Anzeigen.

FaktorWas Google damit meintWas du tun kannst
RelevanzWie gut dein Profil zur Suche passtPassende Kategorie, vollständige Angaben, Leistungen und Beschreibung, die die Wörter deiner Kunden benutzen
EntfernungWie weit dein Standort vom Suchenden oder vom gesuchten Ort entfernt istWenig, außer korrekter Adresse oder einem ehrlichen Einzugsgebiet
BekanntheitWie bekannt dein Betrieb online ist, unter anderem über Anzahl und Bewertung der Rezensionen und Verweise von anderen WebsitesBewertungen sammeln und beantworten, eine gute Website, Einträge in passenden Verzeichnissen

Die Entfernung kannst du kaum beeinflussen. Relevanz und Bekanntheit schon. Genau da liegt bei den meisten Profilen viel Luft.

Google Unternehmensprofil erstellen: in 5 Schritten

  1. Profil anlegen oder übernehmen: Auf business.google.com mit einem Google-Konto anmelden, das dem Betrieb gehört, nicht dem privaten Konto eines Mitarbeiters. Oft gibt es schon einen Eintrag, den Google selbst angelegt hat. Den übernimmst du, statt einen zweiten anzulegen.
  2. Name und Kategorie festlegen: Der Name muss genau so lauten wie auf Schild, Briefkopf und Website. Die Hauptkategorie wählst du so genau wie möglich, etwa „Heizungsinstallateur“ statt „Handwerker“.
  3. Standort oder Einzugsgebiet angeben: Mit Laden oder Büro, in dem Kunden empfangen werden, trägst du die Adresse ein. Fährst du zum Kunden, legst du ein Einzugsgebiet fest und blendest die Adresse aus.
  4. Kontakt und Website eintragen: Telefonnummer, Öffnungszeiten und die vollständige Adresse deiner Website. Am besten führt der Link auf eine Seite, die zum Profil passt, nicht auf eine leere Startseite.
  5. Bestätigen: Google bietet dir je nach Betrieb Telefon, SMS, E-Mail, einen Live-Videoanruf oder eine Postkarte an. Die Methode kannst du nicht selbst wählen. Die Postkarte kommt meist innerhalb von 14 Tagen, ihr Code gilt 30 Tage. Erst nach der Bestätigung kannst du alles bearbeiten.

Google Unternehmensprofil optimieren: die Checkliste

Ist das Profil bestätigt, geht es um Vollständigkeit und Pflege. Diese Felder machen den Unterschied:

FeldSo füllst du es ausTypischer Fehler
NameGenau wie außerhalb von GoogleOrte, Leistungen oder Werbesprüche im Namen
KategorieHauptkategorie so genau wie möglich, weitere nur für Leistungen, die du wirklich anbietestZu allgemein oder zehn Kategorien „zur Sicherheit“
EinzugsgebietOrte und Kreise, in denen du wirklich arbeitest, laut Google höchstens etwa zwei Autostunden vom StandortGanz Deutschland, obwohl du nur im Umkreis fährst
ÖffnungszeitenAktuell halten, Feiertage und Betriebsurlaub eintragenKunde steht vor verschlossener Tür
BeschreibungBis zu 750 Zeichen: was du machst, für wen, wo. Ohne LinksLeer oder eine Liste von Suchbegriffen
LeistungenJede Hauptleistung einzeln mit kurzer ErklärungNur die Kategorie, keine Leistungen
Fotos und VideosEchte Bilder von Team, Fahrzeugen, Werkstatt und fertigen ProjektenNur Logo oder Bilder aus einer Bilddatenbank
BeiträgeAktuelles, Angebote oder ein abgeschlossenes Projekt, regelmäßigDer letzte Beitrag ist zwei Jahre alt
BewertungenAktiv darum bitten und jede beantwortenNie fragen, nie antworten

Wie du an mehr Bewertungen kommst, ohne gegen Google-Regeln zu verstoßen, steht im Artikel Google-Bewertungen bekommen.

Beispiel aus der Region: Betrieb ohne Ladengeschäft

Ein Elektrobetrieb sitzt in einem kleinen Ort im Odenwald und arbeitet bei Kunden im Odenwaldkreis, an der Bergstraße und im Raum Darmstadt. Kunden kommen nicht in die Werkstatt. So sieht ein sauberes Profil aus:

  • Adresse ausgeblendet, Einzugsgebiet mit den Orten und Kreisen, die er wirklich anfährt. Frankfurt oder Mannheim trägt er nur ein, wenn er dort auch Aufträge annimmt.
  • Name wie im Handelsregister oder auf dem Briefkopf, nicht „Elektriker Darmstadt Bergstraße 24h“.
  • Leistungen einzeln: Wallbox, Photovoltaik, Altbausanierung, E-Check. Jede mit einem Satz Erklärung.
  • Fotos von echten Baustellen in der Region, ohne Kunden oder Adressen erkennbar zu machen.
  • Website mit einer Seite je Leistung, auf der die Orte stehen, in denen er arbeitet. So passen Profil und Website zusammen.

Für Kunden in Städten außerhalb des echten Einzugsgebiets braucht es kein zweites Profil. Ein eigenes Profil je Gebiet erlaubt Google nur bei getrennten Standorten mit eigenen Mitarbeitern.

Profil und Website: der Weg zur Anfrage

Das Profil bringt den ersten Kontakt. Wer nicht sofort anruft, klickt auf die Website und prüft, ob du wirklich passt. Profil und Website müssen deshalb zusammenarbeiten.

Von der lokalen Suche zur Anfrage
  1. 1SucheJemand sucht eine Leistung mit Ort oder „in der Nähe“, oft am Handy.Google-SucheKunde
  2. 2Karte und ProfilGoogle zeigt wenige Betriebe mit Sternen, Fotos und Öffnungszeiten. Hier fällt die Vorauswahl.UnternehmensprofilHier entscheidet dein Auftritt
  3. 3WebsiteWer nicht sofort anruft, prüft Leistungen, Ablauf, Referenzen und Region.Deine WebsiteHier entscheidet dein Auftritt
  4. 4AnfrageAnruf, Nachricht oder Formular. Je einfacher der Weg, desto mehr Anfragen.KontaktInteressent

Schritt 2 und 3 liegen in deiner Hand. Ein starkes Profil mit schwacher Website verliert genau die Kunden, die vergleichen.

Achte darauf, dass Name, Adresse oder Einzugsgebiet, Telefonnummer und Leistungen überall gleich lauten: im Profil, auf der Website und in Verzeichnissen. Das hilft Google und auch KI-Suchen, dich eindeutig zuzuordnen. Mehr dazu steht im Artikel Generative Engine Optimization.

Praxisbeispiel: Martin Weber Heizung · Sanitär · Solar

Für einen Meisterbetrieb in Michelstadt habe ich einen Vertriebsstandort mit Leistungsseiten, 21 Ratgebern, davon vier mit regionalem Bezug, echten Google-Bewertungen und einem Anfrageweg mit einem Fingertipp gebaut. Live seit dem 23.09.2026. Nach 23 Tagen stand die Website laut Google Search Console für „heizungsbauer michelstadt“ auf Position 3 und erschien für 355 Suchbegriffe, 215 davon auf Seite 1.

Die Zahlen betreffen die normale Google-Suche, nicht die Karte. Sie zeigen aber, was ein Profil braucht: eine Website, die Leistungen und Region klar benennt, damit der Klick aus dem Profil in einer Anfrage endet. Den ganzen Fall findest du auf der Seite Praxisbeispiele.

Beispielrechnung: was ein gepflegtes Profil bringen kann

Angenommenes Beispiel, kein Kundenfall

Ein Malerbetrieb bekommt über sein altes Profil 3 Anfragen im Monat. Es hat keine Fotos, 5 Bewertungen und eine Kategorie, die nicht ganz passt. Er korrigiert Kategorie und Einzugsgebiet, trägt seine Leistungen einzeln ein, lädt Bilder von 20 Projekten hoch, postet einmal im Monat ein fertiges Projekt und bittet nach jedem Auftrag um eine Bewertung. Nach einigen Monaten kommen 7 Anfragen im Monat über Profil und Website.

Beispielwerte zur Veranschaulichung, keine Ergebnisgarantie. Wie schnell ein Profil wirkt, hängt von Branche, Wettbewerb und Entfernung zu den Suchenden ab.

Typische Fehler

  • Profil im privaten Konto: Verlässt der Mitarbeiter den Betrieb, ist der Zugang weg. Das Profil gehört in ein Konto des Unternehmens, weitere Personen bekommen Zugriff als Verwalter.
  • Suchbegriffe im Namen: Verstößt gegen die Google-Richtlinien und kann zur Sperre führen.
  • Doppelte Einträge: Ein alter und ein neuer Eintrag teilen sich Bewertungen und verwirren Kunden. Alten Eintrag übernehmen statt neu anlegen.
  • Einmal anlegen, nie wieder anschauen: Vorgeschlagene Änderungen, neue Bewertungen und Fragen bleiben liegen.
  • Profil ohne Landeplatz: Der Link führt auf eine veraltete Seite oder auf eine Startseite ohne Leistungen. Wer vergleichen will, springt ab.

Fazit

Das Google Unternehmensprofil ist der günstigste Weg zu Kunden aus deiner Region. Es kostet nichts, außer etwas Zeit für die Einrichtung und regelmäßige Pflege. Mit genauem Namen, passender Kategorie, ehrlichem Einzugsgebiet, echten Fotos und beantworteten Bewertungen holst du heraus, was Google dir an Relevanz und Bekanntheit zugesteht. Damit aus dem Klick eine Anfrage wird, braucht das Profil eine Website, die genau dort weitermacht. Wie so ein Auftritt aufgebaut ist, steht auf der Seite Digitaler Vertriebsstandort, Grundlagen für Handwerksbetriebe im Artikel Website für Handwerker.

Häufige Fragen

Was kostet ein Google Unternehmensprofil?

Das Profil selbst ist kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn du die Pflege abgibst oder zusätzlich Anzeigen bei Google schaltest. Einen besseren Platz in der lokalen Suche kann man laut Google nicht kaufen.

Wie lange dauert die Bestätigung bei Google?

Das hängt von der Methode ab, die Google dir anbietet. Bei Telefon, SMS, E-Mail oder Videoanruf geht es oft schnell. Eine Postkarte kommt laut Google meist innerhalb von 14 Tagen, der Code darauf gilt 30 Tage. Danach kann die Prüfung bis zu fünf Arbeitstage dauern, in seltenen Fällen länger.

Kann ich ein Profil ohne Ladengeschäft anlegen?

Ja. Betriebe, die zum Kunden fahren, etwa Handwerker oder mobile Dienstleister, legen ein Einzugsgebiet fest und blenden die Adresse aus. Laut Google sollte das Gebiet nicht mehr als etwa zwei Autostunden vom Standort entfernt sein. Voraussetzung ist persönlicher Kontakt mit Kunden.

Darf ich Suchbegriffe in den Firmennamen schreiben?

Nein. Google verlangt den Namen, den du auch außerhalb von Google verwendest, ohne unnötige Zusätze wie Orte, Werbesprüche oder Telefonnummern. Ein Name wie „Heizung Odenwald günstig Müller“ kann zur Sperre des Profils führen.

Wie komme ich bei Google Maps weiter nach oben?

Google nennt drei Faktoren: Relevanz, also wie gut dein Profil zur Suche passt, Entfernung zum Suchenden und Bekanntheit, unter anderem über Bewertungen und Verweise von anderen Seiten. Vollständige Angaben, passende Kategorien, echte Fotos, Bewertungen mit Antworten und eine gute Website sind die Hebel, die du beeinflussen kannst.

Fabian Habich
Fabian Habich

Maschinenbauingenieur mit Master in Kunststofftechnik und MBA, sieben Jahre Team- und Abteilungsleitung in der Industrie. Seit 2019 baut er digitale Vertriebs-, Schulungs- und KI-Systeme. Mehr über Fabian

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

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