
- Selbst gebaut im Baukasten kostet eine Website 10 bis 40€ im Monat plus deine eigene Zeit. Beim Freelancer liegen einfache Firmenwebsites meist bei 1.500 bis 5.000€, bei einer Agentur bei 5.000 bis 15.000€.
- Dazu kommen laufende Kosten: Hosting und Domain 5 bis 30€ im Monat, Wartung und Pflege 50 bis 200€ im Monat.
- Den Preis bestimmen vor allem Seitenanzahl, Texte, Bilder, Sonderfunktionen und wer die Website danach pflegt.
- Vergleiche nicht den Einmalpreis, sondern die Kosten über drei Jahre und die Frage, wie viele Aufträge die Website bringen muss.
- Die Spannen sind Erfahrungswerte, keine Studie. Ein seriöses Angebot gibt es erst, wenn Ziel und Umfang klar sind.
Die kurze Antwort: Preisspannen je Weg
Die Frage was kostet eine Website hat keine einzelne Zahl als Antwort, aber klare Spannen. Entscheidend ist, wer sie baut und wie viel sie können soll. Diese Werte sind Erfahrungswerte aus dem Markt, Stand Oktober 2026, keine Studie:
| Weg | Einmalig | Laufend | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| Baukasten, selbst gemacht | eigene Zeit | 10 bis 40€ im Monat | du Zeit hast, gern selbst gestaltest und wenige Seiten brauchst |
| Freelancer, einfache Firmenwebsite | 1.500 bis 5.000€ | Hosting, optional Pflege | Inhalte und Ziel klar sind und du einen festen Ansprechpartner willst |
| Agentur, kleine bis mittlere Firmenwebsite | 5.000 bis 15.000€ | Hosting, meist Pflegevertrag | Strategie, Texte, Bilder und mehrere Leistungsseiten dazugehören |
| Umfangreiche Website mit Sonderfunktionen | ab 15.000€ | Hosting, Pflegevertrag | Rechner, Kundenbereich, Mehrsprachigkeit oder Anbindungen an andere Programme nötig sind |
Dazu kommen bei allen Wegen laufende Kosten: Hosting und Domain liegen meist bei 5 bis 30€ im Monat, Wartung und Pflege bei 50 bis 200€ im Monat, wenn du sie abgibst.
Das Problem: Angebote lassen sich kaum vergleichen
Wer drei Angebote einholt, bekommt oft drei Summen, die weit auseinanderliegen. 900€, 4.500€ und 12.000€ für scheinbar dieselbe Website. Der Grund: Hinter dem Wort „Website“ stecken sehr unterschiedliche Leistungen.
- Das günstige Angebot setzt oft nur deine fertigen Texte und Bilder in eine Vorlage. Texte schreiben, Fotos und Suchmaschinen-Grundlagen fehlen.
- Das mittlere Angebot enthält meist ein eigenes Design und einige Seiten, aber selten einzelne Leistungsseiten oder Messung.
- Das teure Angebot kann Strategie, Texte, Fotos, Leistungsseiten, Tracking mit Einwilligung und Betreuung nach dem Start enthalten.
Wer nur auf die Summe schaut, vergleicht Äpfel mit Birnen. Und zahlt am Ende doppelt, wenn die günstige Website keine Anfragen bringt und nach zwei Jahren neu gebaut wird.
Wovon der Preis abhängt
Diese Faktoren bestimmen den Aufwand am stärksten. Je mehr davon der Anbieter übernimmt, desto höher das Angebot und desto weniger Arbeit bleibt bei dir.
| Faktor | Was dahintersteckt | Wirkung auf den Preis |
|---|---|---|
| Seitenanzahl | Startseite, Über uns, Kontakt oder zusätzlich eine Seite je Leistung und je Region | hoch, jede Seite braucht Text, Bild und Aufbau |
| Texte | lieferst du sie selbst oder werden sie geschrieben, auch für Suchmaschinen | hoch, gute Texte sind der größte Hebel für Anfragen |
| Bilder | eigene Fotos, Fotograf vor Ort oder Bilddatenbank | mittel bis hoch |
| Design | angepasste Vorlage oder eigenes Design | mittel |
| Sonderfunktionen | Anfrageformular mit Botschutz, Rechner, Terminbuchung, Kundenbereich, Shop | hoch, je nach Funktion |
| Recht und Messung | Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Einwilligung, Analyse der Besucher | gering bis mittel, aber Pflicht oder sinnvoll |
| Betreuung | Updates, Sicherungen, Änderungen, Auswertung nach dem Start | laufend, 50 bis 200€ im Monat |
Ein Punkt, der seit 2025 öfter in Angeboten auftaucht, ist Barrierefreiheit. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt für bestimmte Dienstleistungen an Verbraucher, die nach dem 28. Juni 2025 erbracht werden, darunter Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr wie Online-Shops oder Buchungen. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sind ausgenommen: weniger als zehn Beschäftigte und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme. Ob dein Vorhaben betroffen ist, kläre im Zweifel mit einer Rechtsberatung. Gut lesbare Texte, klare Kontraste und eine saubere Struktur lohnen sich aber für jede Website, weil sie allen Besuchern helfen.
Die Kosten, die viele vergessen
Der Einmalpreis ist nur der Anfang. Über die Jahre fallen andere Posten an, die im ersten Angebot oft nicht stehen:
- Hosting und Domain: 5 bis 30€ im Monat, beim Baukasten im Abo enthalten.
- Wartung: Updates von Software und Erweiterungen, Sicherungen, Fehler beheben. Bei Systemen mit vielen Erweiterungen wichtiger als bei schlanken Seiten.
- Änderungen: Neue Leistung, neue Mitarbeitende, neue Öffnungszeiten. Wer jede Änderung einzeln beauftragt, zahlt schnell mehr als für einen Pflegevertrag.
- Deine eigene Zeit: Beim Baukasten die größte Position. Wer 30 Stunden in die Einrichtung steckt und jeden Monat 3 Stunden pflegt, investiert bei 50€ Stundensatz in drei Jahren 6.900€ an Arbeitszeit.
- Neubau: Eine Website, die keine Anfragen bringt, wird nach zwei bis drei Jahren oft neu gemacht. Dann zahlst du zweimal.
Wie die Wege im Detail abschneiden, liest du in den Artikeln Website-Baukasten oder Vertriebsstandort und WordPress-Alternative.
Website-Kosten-Rechner: Was kostet deine Website über drei Jahre?
Wähle deinen Weg, passe die Startwerte an und trag deinen durchschnittlichen Auftragswert ein. Der Rechner zeigt dir die Gesamtkosten im Zeitraum, die Kosten pro Monat und wie viele Aufträge die Website im Jahr bringen muss, damit sie sich bezahlt macht. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser, nichts wird gesendet oder gespeichert.
Startwerte sind die Mitte der Spannen oben, die Zeitangaben sind Annahmen. Ändere alles, was du genauer weißt.
Beispielrechnung: Baukasten oder Freelancer?
Ein Elektrobetrieb mit vier Mitarbeitenden vergleicht zwei Wege über drei Jahre, bei 50€ Stundensatz für die eigene Zeit:
- Baukasten: 25€ Abo im Monat, 30 Stunden Einrichtung, 3 Stunden Pflege im Monat. Ergibt 900€ Abo plus 6.900€ eigene Zeit, zusammen 7.800€.
- Freelancer: 3.250€ Erstellung, 15€ Hosting und 75€ Pflege im Monat, 8 Stunden Zuarbeit beim Start und eine halbe Stunde im Monat. Ergibt 3.250€ plus 3.240€ plus 1.300€ eigene Zeit, zusammen 7.790€.
Ersparnis: 112 Stunden für Aufträge statt für die Website
Die Kosten liegen fast gleich, der Unterschied ist die Zeit. Beim Baukasten fehlen außerdem oft die Dinge, die Anfragen bringen: Texte für Suchmaschinen, eine Seite je Leistung und ein kurzer Anfrageweg. Beispielwerte zur Veranschaulichung, keine Ergebnisgarantie.
Die bessere Frage: Wie viele Aufträge muss die Website bringen?
Eine Website ist kein Kostenblock, sondern ein Vertriebsweg. Rechne deshalb rückwärts: Bei 2.000€ Auftragswert und 30% Gewinnanteil bleiben dir 600€ je Auftrag. Kostet die Website im Schnitt 3.600€ im Jahr, muss sie 6 zusätzliche Aufträge im Jahr bringen, also einen alle zwei Monate. Bringt sie 15, ist auch das teurere Angebot ein gutes Geschäft.
Damit eine Website Aufträge bringt, braucht sie mehr als ein schönes Design:
- Eine Seite je Leistung, damit Google und Kunden genau das finden, was sie suchen.
- Regionalen Bezug, wenn du vor Ort arbeitest. Wie das geht, steht im Artikel Local SEO.
- Vertrauen durch echte Fotos, Referenzen und Google-Bewertungen.
- Einen kurzen Anfrageweg, auf dem Handy mit einem Fingertipp.
- Messung, damit du siehst, welche Seiten Anfragen bringen.
Meisterbetrieb im Odenwald
Für einen Meisterbetrieb in Michelstadt habe ich einen Vertriebsstandort mit Leistungsseiten, 21 Ratgebern und einem Anfrageweg mit einem Fingertipp gebaut. Nach 23 Tagen stand die Website laut Google Search Console für „heizungsbauer michelstadt“ auf Position 3 und erschien für 355 Suchbegriffe, 215 davon auf Seite 1. Die alte Baukasten-Seite hatte das nicht geschafft. Den ganzen Fall findest du auf der Seite Praxisbeispiele.
So vergleichst du Angebote richtig
- Ziel festlegen: Visitenkarte, Anfragen aus der Region, Bewerbungen oder Verkauf? Daraus folgt der Umfang.
- Leistungen auflisten lassen: Seitenanzahl, Texte, Bilder, Formular, Recht, Messung, Betreuung. Was nicht drinsteht, ist nicht dabei.
- Laufende Kosten erfragen: Hosting, Pflege, Preis für Änderungen.
- Eigentum klären: Domain, Inhalte und Zugänge gehören dir, nicht dem Anbieter.
- Über drei Jahre rechnen: mit dem Rechner oben, inklusive deiner eigenen Zeit.
- Nach Ergebnissen fragen: Gibt es Referenzen mit Zahlen aus Google oder Anfragen?
Welche Fragen du vor dem Auftrag klären solltest, steht ausführlich im Artikel Website erstellen lassen.
Typische Fehler
- Nur den Einmalpreis vergleichen: Die laufenden Kosten und die eigene Zeit machen über drei Jahre oft mehr aus.
- Texte unterschätzen: Viele Projekte stehen wochenlang still, weil die Texte fehlen. Kläre vorher, wer sie schreibt.
- Domain beim Anbieter registrieren lassen: Beim Wechsel wird es dann kompliziert.
- Keine Messung: Ohne Zahlen weißt du nie, ob sich die Website rechnet.
- Alles auf einer Seite: Eine einzige lange Seite für alle Leistungen wird für einzelne Suchen kaum gefunden.
Fazit
Eine Website kostet selbst gebaut 10 bis 40€ im Monat plus viel eigene Zeit, beim Freelancer meist 1.500 bis 5.000€, bei einer Agentur 5.000 bis 15.000€, dazu laufend 5 bis 30€ für Hosting und 50 bis 200€ für Pflege. Wichtiger als der Preis ist die Frage, wie viele Aufträge die Website bringen muss und ob sie dafür gebaut ist. Rechne mit dem Rechner deine eigenen Zahlen durch. Wie ein Auftritt aussieht, der Anfragen bringt, zeigt die Seite Digitaler Vertriebsstandort.
Häufige Fragen
Was kostet eine einfache Website?
Eine einfache Firmenwebsite mit wenigen Seiten kostet beim Freelancer meist 1.500 bis 5.000€, bei einer Agentur 5.000 bis 15.000€. Baust du sie selbst mit einem Baukasten, zahlst du 10 bis 40€ im Monat und investierst eigene Zeit. Das sind Erfahrungswerte, Stand Oktober 2026, keine Studie.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Hosting und Domain kosten meist 5 bis 30€ im Monat. Lässt du Updates, Sicherungen und kleine Änderungen machen, kommen für Wartung und Pflege etwa 50 bis 200€ im Monat dazu. Beim Baukasten ist das Hosting im Abo enthalten, die Pflege machst du selbst.
Ist eine Website kostenpflichtig?
Kostenlose Angebote gibt es, meist mit fremder Werbung, einer Unteradresse des Anbieters und wenigen Funktionen. Für ein Unternehmen eignen sie sich kaum. Spätestens die eigene Domain und eine Website ohne fremde Werbung kosten Geld.
Warum sind die Preise für Websites so unterschiedlich?
Weil hinter dem Wort Website sehr unterschiedliche Leistungen stecken. Ein Angebot über 800€ enthält oft nur das Einsetzen deiner Texte in eine Vorlage. Ein Angebot über 10.000€ kann Strategie, Texte, Fotos, einzelne Leistungsseiten, Tracking mit Einwilligung und Betreuung enthalten. Vergleiche deshalb den Leistungsumfang, nicht nur die Summe.
Wann lohnt sich eine teurere Website?
Wenn sie eine klare Aufgabe hat und messbar Anfragen bringt. Ein Beispiel: Bei 2.000€ Auftragswert und 30% Gewinnanteil bleiben 600€ je Auftrag. Kostet die Website 3.600€ im Jahr, muss sie 6 zusätzliche Aufträge im Jahr bringen. Diese Rechnung kannst du mit dem Rechner im Artikel für deine eigenen Zahlen machen.
Quellen
- Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), § 1 Anwendungsbereich (gesetze-im-internet.de)
- Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), § 2 Begriffsbestimmungen, Nr. 17 Kleinstunternehmen (gesetze-im-internet.de)
- Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), § 3 Abs. 3 Ausnahme für Kleinstunternehmen (gesetze-im-internet.de)
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt.
Consulting
Fabian Habich

